Zurück im Markt

Seit dem 24. Februar war unser wikifolio zu 100 % im Cash. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Aktiendepots, ist es uns hierdurch gelungen Verluste zu vermeiden und Kapital zu erhalten. Heute haben wir uns nach sechseinhalb Wochen für den erneuten Markteinstieg mit einem Straddle auf den DAX® entschlossen. Warum gerade jetzt?

Eines vorweg: In diesem Beitrag dokumentieren wir noch nicht den aktuell offenen Trade. Diese Dokumentation folgt umgehend nach dem Schließen der Position, wie gewohnt mit den dazugehörigen Charts und der abschließenden Auswertung. Dieser Beitrag erläutert, warum wir uns gerade jetzt für eine Positionierung entschlossen haben und auf welche Faktoren wir uns für den Markteinstieg konzentriert haben.

Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Kursverlauf des VDAX-NEW®. Dieser Index wird von Börsianern auch gerne als „Stimmungs – oder Angstbaromerter“ bezeichnet. Der VDAX-NEW® zeigt an, wie stark die erwartete Schwankungsbreite des DAX® innerhalb der nächsten 30 Tage angenommen wird. Ein hoher Kurs des VDAX-NEW® lässt auf eine hohe erwartete Volatilität schließen, ein niedriger Kurs auf eine niedrige erwartete Volatilität.

Haben Sie schon einen Blick in unsere kostenlose Broschüre geworfen? Wenn nicht, sollten Sie das jetzt nachholen. Warum die erwartete Volatilität (implizite Volatilität) für den Handel mit Optionsscheinen eine elementare Bedeutung hat, ist dort detailliert beschrieben.

Die Kurzfassung zu diesem Thema gibt es in diesem Artikel. Im Chart des VDAX-NEW® können Sie erkennen, dass der Kurs vor dem Crash bei etwa 15 Punkten notierte. Während des massiven Kurseinbruchs des DAX® explodierte der Kurs des VDAX-NEW® und erreichte etwa 93 Punkte. Die implizite Volatilität der Optionsscheine stieg rasant an. Eine steigende implizite Volatilität sorgt für höhere Optionsscheinprämien. Unsere bis dahin offenen Positionen wurden hierdurch im Gewinn geschlossen.

Es liegt, wie in unserer Broschüre beschrieben, in der Natur der impliziten Volatilität, dass diese in fallenden, unsicheren Märkten zunimmt und in steigenden Märkten abnimmt. Der Vorteil eines Straddles ist, dass die Richtung, die der Markt nach der Positionierung des Straddles einnimmt, egal ist. Eine ausreichende Bewegung in die eine oder andere Richtung führt in den Gewinn. Eine Gewinn-Bremse kann aber die Veränderung der impliziten Volatilität darstellen. Erfolgt die Positionierung bei einer hohen impliziten Volatilität, muss für die Optionsscheine eine hohe Prämie gezahlt werden. Beruhigt sich der Markt anschließend, sinkt die implizite Volatilität. Das wiederum führt zu einer Verbilligung der Optionsscheine. In dieser Konstellation kann es passieren, dass zwar durchaus eine Kursbewegung stattfindet, zeitgleich aber beide Optionsscheine an Wert verlieren.

Diese Situation wollen wir vermeiden. Deshalb warten wir ab, bis der Markt sich beruhigt und die implizite Volatilität sich verringert. Der Blick auf den Chart des VDAX-NEW® zeigt, dass auch jetzt die implizite Volatilität noch deutlich höher ist als vor dem Crash. Dieses Niveau wird sie auch so schnell nicht mehr erreichen, da momentan zu viele Unwägbarkeiten für die weitere Marktentwicklung bestehen. Der Rückfall auf 15 Punkte im VDAX-NEW® ist also kurzfristig sehr unwahrscheinlich. Folglich ist es unwahrscheinlich, dass die, für die Optionsscheinprämie so wichtige, implizite Volatilität deutlich zurückgeht. Für einen Straddle ist das eine gute Basis. Mehr noch: Kommt es zu einem erneuten Abverkauf, wird die implizite Volatilität erneut stark ansteigen. Das treibt die Optionsscheinprämien zusätzlich in die Höhe und sorgt somit für zusätzliches Gewinnpotential.

Solange die Position geöffnet ist, können Sie diese in Echtzeit in unserem wikifolio bei wikifolio.com beobachten. Nutzen Sie einfach den Button auf der rechten Seite. Er führt Sie direkt zu unserem wikifolio. Sollten Sie noch nicht bei wikifolio.com registriert sein, benötigen Sie hierfür lediglich eine E-Mail-Adresse. Weitere Daten werden für die Registrierung bei wikifolio.com nicht benötigt.