So funktioniert Absicherung!

Die Vorteile der Straddle-Strategie zeigen sich an Tagen wie diesem!

Wie bereits in der Strategiebeschreibung ausführlich erläutert besteht der Straddle aus zwei Komponenten: Einem Call-Optionsschein und einem Put-Optionsschein. Elementar wichtig ist, dass beide Scheine den gleichen Ausübungspreis (Strike) haben und optimalerweise der Ausübungspreis dem Kurs des Basiswertes bei Eröffnung der Position entspricht.

Gelingt es passende Optionsscheine zu finden deren implizite Volatilität noch nicht zu hoch ist und somit noch Potential nach oben hat, kann eine nahezu Marktneutrale Position aufgebaut werden, deren Risiko klar begrenzt ist und die mit einer hohen Gewinn-Chance ausgestattet ist. Marktneutralität bedeutet, dass die Richtung der anschließenden Kursbewegung unwichtig ist. Entscheidend ist nur, dass eine Bewegung eintritt.

Der Unterschied zu anderen Strategien ist, dass der Händler keine Einschätzung treffen muss ob der Markt sich nach oben oder unten bewegt. Gerade in volatilen Märkten, die durch politische oder konjunkturelle Rahmenbedingungen getrieben werden, ist eine solche Einschätzung schwer.

Ein klassischer Aktienhändler wird sich bis vor drei Tagen gefreut haben. Der DAX erreichte neue Höchststände, die Welt war in Ordnung. Heute sieht das etwas anders aus. In den letzten drei Handelstagen verlor der DAX rund 6 %, alleine heute rund 4 %. Viele Aktiendepots haben hierunter gelitten.

Während der DAX nach unten schaute, konnte die Straddle Options-Strategie mit dem Glattstellen von drei offenen Positionen rund 6 % Gewinn verbuchen. Die längste Haltedauer betrug hierbei 12 Tage, die durchschnittliche Haltedauer nur 8 Tage.  Wie bereits beschrieben, ist für uns nur die Bewegung wichtig. Die Richtung ist egal. Wären die Kurse unserer Basiswerte gestiegen, hätten wir auf der Call-Seite Geld verdient. Die Kurse sind gefallen und wir haben unser Geld auf der Put-Seite verdient.

Wichtig ist die Auswahl der passenden Optionsscheine zum richtigen Zeitpunkt. Den Rest erledigen Delta, Gamma und Vega. Ein durch das Gamma getriebenes Delta führt auf der Gewinn-Seite zu einer Steigerung der Gewinne, während es auf der Verlust-Seite ein Anwachsen der Verluste ausbremst. Sorgt Angebot und Nachfrage bei den gewählten Optionsscheinen für eine steigende implizite Volatilität, trägt das Vega zu einer zusätzlichen Preissteigerung der Optionsscheine bei.

Hieraus resultiert für den Händler eine absolute Gelassenheit. Mögen die Kurse machen, was sie wollen. Egal. Hauptsache sie bewegen sich. Steigende Kurse sind nicht mehr Voraussetzung für Gewinne aber sie machen dennoch Gewinne möglich. Gegen fallende Kurse ist man abgesichert. Mehr noch: Fallende Kurse können ebenfalls zu gewinnen führen.

Eine komfortablere Situation für den Händler und den Anleger ist kaum vorstellbar…