Flexibilität ist Trumpf

Warum performen professionell gehandelte wikifolios oft besser als viele Aktienfonds?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns anschauen, welche Faktoren ein erfolgreiches Investment ermöglichen und welche eher hinderlich sind. Ebenfalls ist es wichtig zu wissen, wie ein Aktienfonds seine Kosten deckt und Geld verdient und wie im Vergleich dazu der Händler eines wikifolios vergütet wird.

Ein entscheidender Faktor für die Erzielung von Gewinnen und die Vermeidung von Verlusten ist die Flexibilität in der Investmententscheidung und in deren Ausführung. Hoch kapitalisierte Aktienfonds sind zwar meistens breit gestreut, sie halten aber dennoch oft signifikante Anteile an Unternehmen. Diese Positionen werden über Tage und Wochen aufgebaut, da die schlagartige Ausführung einer Entscheidung zu massiven Kursverwerfungen am Markt führen kann.

Für den Aufbau einer Position werden also Teil-Orders des geplanten Gesamtpaketes zu geeigneten Zeitpunkten und Kursen in den Markt gegeben. Bei einer dynamischen Entwicklung des Kurses kann das dazu führen, dass die Position nicht in der beabsichtigten Größenordnung aufgebaut werden kann oder dass zu höheren Kursen gekauft werden muss. Die Flexibilität, zu einem passenden Zeitpunkt mit dem gewünschten Gesamtvolumen zum gewünschten Kurs in den Markt zu kommen, besteht oft nicht.

Viel dramatischer wirkt sich dies allerdings bei unerwarteten Einbrüchen des Marktes aus. Auch hier kann die Position nicht schlagartig abgestoßen werden, da in stark fallenden Märkten die Käufer auf der Gegenseite fehlen oder nicht bereit sind den gewünschten Preis zu zahlen. Ein massives Überangebot auf der Verkäuferseite führt zu starken Kurseinbrüchen und würde somit zu deutlichen Verlusten führen. Deshalb werden solche Situationen oft einfach ausgesessen – in der Hoffnung, dass die Kurse sich irgendwann wieder erholen. Bis dahin können jedoch einige Jahre vergehen.

Den Fondsgesellschaften kann das aber egal sein. Solange die Kunden investiert bleiben, verdient der Fonds sein Geld mit der Verwaltungsgebühr – unabhängig davon, ob er auch erfolgreich für seine Kunden tätig ist.

Anders ist die Einnahmesituation für einen wikifolio-Händler. Er wird nicht ausschließlich auf Basis des investierten Kapitals vergütet, sondern partizipiert an der erzielten Performance. Somit steht nicht der Kapitalerhalt im Vordergrund, sondern die Motivation, Rendite für die Inhaber der Zertifikate seines wikifolios zu erwirtschaften.

Auch in turbulenten Märkten kann ein wikifolio-Händler dieser Motivation gerecht werden. Denn im Gegensatz zu hoch kapitalisierten Fonds, die mehrere Milliarden Euro verwalten, beträgt das investierte Kapital in ein wikifolio oft nur wenige Millionen Euro. Dementsprechend niedriger sind auch die gehandelten Positionsgrößen. Der wikifolio-Händler trifft seine Entscheidung und kann diese oft unmittelbar umsetzen. Die Ausführungen seiner Orders sind in liquiden Märkten meistens nur Nadelstiche, die keinen oder nur einen geringen Einfluss auf den Kurs des gehandelten Titels haben. Viele wikifolio-Händler nutzen diesen Vorteil für sich. Nur wenige entscheiden sich in Abwärtsphasen für das Aussitzen und sehen sich mit den gleichen Problemen konfrontiert wie einige große Investmentfonds. 

In unserem wikifolio nutzen wir alle gegebenen Vorteile. Wir bauen Positionen auf, wenn es sinnvoll erscheint und wir stellen Positionen glatt, wenn es erforderlich wird oder wenn die Position im Ziel ist. Dank des Straddles brauchen wir uns nicht über fallende Kurs sorgen. Mehr noch: Durch den Einsatz von Derivaten können wir von fallenden Kursen ebenso profitieren, wie von steigenden Kursen. Flexibilität ist Trumpf!