Wir bauen weitere Positionen auf.

Nachdem wir bereits gestern, am 27.04.2020, eine Position im DAX® aufgebaut haben, legten wir heute noch eine weitere Position nach. Wie sieht unser Plan aus?

In den vergangenen Tagen tat sich der DAX® im Bereich zwischen 10.500 und 10.600 Punkten nach oben sehr schwer. Hieraus können zwei mögliche Szenarien entstehen: Entweder es entsteht nach einem Durchbruch durch diese Marke eine weitere Aufwärtsbewegung oder es folgt die nächste Schwächephase. 

Am Montag sorgte die Lockerung der Maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise für gute Stimmung. Zahlen meldeten im DAX® die Deutsche Bank, Bayer und Continental. Alle drei Titel schlossen am Montag auf dem Tageshoch.

Immer dann, wenn die Stimmung besser wird und die Sorgen weniger, verringert sich die implizite Volatilität. Trotz steigender Kurse rutschte unser Straddle, den wir bei knapp 10.600 Punkten platziert haben, etwas ins Minus. Das starke Delta des Call-Optionsscheines reichte nicht aus, um die Wirkung der weiter sinkenden impliziten Volatilität aufzufangen. Aktuell steht die Position bezogen auf das Depot mit knapp 0,6 % im Verlust.

Heute wurde eine nächste wichtige Marke erreicht: 10.800 Punkte. Auch hier korrigierte der Kurs in der Vergangenheit mehrfach.

Die Abbildung zu diesem Beitrag zeigt Ihnen zwei Charts des VDAX-NEW®. Im linken Bereich des linken Charts sehen Sie die normale Schwankungsbreite des VDAX-NEW® vor dem Crash. Er notiert dort im Durchschnitt bei etwa 15 Punkten. Während des Crashs stieg er auf rund 93 Punkte. Von diesem Hoch haben wir bereits fast zwei Drittel wieder abgebaut. Nach unten ist zwar noch Luft aber das Erreichen des Ausgangsniveaus würde bedeuten, dass die Marktteilnehmer sich so sicher fühlen, wie vor Beginn der Krise. Von diesem Gefühl der absoluten Sicherheit sind wir aber noch sehr weit entfernt. Deshalb wird die Volatilität wohl noch einige Zeit auf einem erhöhten Niveau verharren.

Im rechten Chart sehen Sie einen Ausschnitt der letzten Tage. Am 27. April platzierten wir unseren ersten Straddle. Die weiterhin fallende Volatilität sorgte, wie bereits erwähnt, für minimale Verluste. Gleichzeitig schafft sie aber auch sehr vielversprechende Chancen für weitere Einstiege. Eine dieser weiteren Chancen nutzten wir heute bei einem Stand des DAX® von 10.800 Punkten. Eine zukünftige Marke befindet sich bei etwa 11.000 Punkten.

Sollte der DAX® weiter nach oben drehen, wird sich die Volatilität vermutlich noch weiter verringern. Wahrscheinlich aber nicht in dem Maße, welches wir gestern beobachten konnten. Hinzu kommt, dass über allem noch immer der Schatten eines möglichen erneuten Rückschlages liegt. Das kann dazu führen, dass der Bogen sich bei weiter steigenden Kursen immer mehr spannt. Wird dies begleitet von einer zunehmenden Sorge vor einem Kursrückgang, wird die Volatilität wieder anziehen. Spätestens dann werden die Optionsscheinprämien wieder steigen. Ein tatsächlicher Rücksetzer kann die Straddles dann  deutlich in den Gewinn führen.

Wenn der Rückschlag ausbleibt und der DAX® wider erwarten seine alten Höchststände anläuft, wird das Delta für eine Überkompensation auf der Call-Seite führen. Wie auch immer: Wir sind positioniert und haben alle Zeit der Welt. Die Laufzeit der Optionsscheine haben wir bewusst lange gewählt, um die Positionen auch über mehrere Wochen halten zu können, ohne dass uns das Theta Schmerzen bereitet. Warten wir ab was passiert…