Unser Handelstag | 29.11.2019

Da braucht man schnelle Finger…
Tagesergebnis: +0,36 %

Zwei Titel hoben sich heute gleich zu Handelsbeginn von ihren DAX-Kollegen deutlich ab: E.ON und Lufthansa. Der massive Ausschlag bei E.ON war den heute vorliegenden Q3-Zahlen geschuldet. Aus diesem Schlagabtausch haben wir uns heraus gehalten.

Ein ähnliches Bild aber eine andere Situation gab es stattdessen bei Lufthansa. Auch hier gab es eine Nachrichtenlage, in diesem Fall unter anderem eine Hochstufung des Titels durch die Credit Suisse. Dies führte in den ersten Minuten des Handels zu einem Kursanstieg, der die gesamte durchschnittliche Volatilität der letzten drei Handelstage in nur einer einzigen Kerze erreichte. Der Gewinn verpuffte aber auch schnell wieder, wie es bei derart guten aber nicht elementaren Nachrichten oft zu beobachten ist.

Der technische, softwarebasierte und automatisierte Teil unseres Setups wies uns ab einem Kurs von knapp über 17,40 Euro auf die mögliche Chance einer gewinnbringenden Short-Position  ab einem Kurslevel von etwa 17,45 Euro hin. Ein solcher Hinweis löst eine immer gleiche und festgelegte Prozedur aus. Es wird noch einmal ein Blick auf den Chart geworfen, das CRV wird überprüft, der Hebel für den zu handelnden Turbo Knock-Out wird aktualisiert um eine Positionsgrößenskalierung vornehmen zu können. Der Turbo wird in die Handelsplattform bei wikifolio eingegeben…und dann wird gewartet, dass „die Ampel Grün anzeigt“.

Diese Zeit gab uns der Titel heute nicht. Die Kursmarke wurde dermaßen schnell erreicht und die Korrektur war so heftig, dass ein Einstieg zum einen nicht mehr lohnte und zum anderen kein gutes CRV mehr geliefert hätte.

Während der Kurs fiel, war aber genug Zeit sich schon einmal Gedanken zu einer möglichen Long-Position zu machen. Der Einstieg erfolgte nach der Korrektur des Kurses bis hin zum Eröffnungskurs. Dort war eine erneute Wendemarke zu erwarten, spätestens aber bei etwa 17,17 Euro. Die Stop-Marke wurde deshalb etwas unterhalb bei 17,14 Euro gesetzt. Auf der Oberseite konnte eine realistisches Ziel bei etwa 17,35 Euro geplant werden. Dies entsprach einem Chance-Risiko-Verhältnis von 2,0.

Für den Handel wurde ein Open-End-Turbo mit einem Hebel von etwa 3,2 gewählt. Da wir gewöhnlich für eine Position 10 Prozent des Depotkapitals mit einem Hebel von fünf handeln wollen, wurde die Positionsgröße wegen des geringeren Hebels entsprechend nach oben skaliert, so dass Derivate für rund 16.700 Euro gekauft wurden.

Mehr zum Thema Handel, Positionsgrößenbestimmumg und Risikomanagement erfahren Sie in unserer Broschüre „Handel mit Derivaten„.

Das Zusammenspiel von Volatilität und Stochastik, welches wir für jeden Titel in Echtzeit errechnen und mit der Charttechnik ergänzen, hat auch hier wieder ein einwandfreies Ergebnis geliefert. Der Einstieg gelang sehr exakt, der Ausstieg erfolgte an der geplanten Marke. Die Position war 16 Minuten im Markt.