Unser Handelstag | 25.11.2019

Zum Schluss doch noch ein Trade…
Tagesergebnis: +0,15 %

Heute gab es viel zu gucken aber nicht viel zu handeln. Wie bereits mehrfach beschrieben, warten wir auf „sichere“ Einstiege. Hierzu dienen einerseits die Horizontalmarken, die wir als Unterstützung oder Widerstand identifizieren können. Das ist aber nicht alles. Weitere wichtige Bausteine sind auch die durchschnittliche Volatilität der letzten drei Handelstage und die Intraday-Volatilität des aktuellen Tages, sowie die Intraday-Stochastik. Hierzu werde ich bei Gelegenheit einen gesonderten Artikel schreiben, der dieses Systematik ausführlicher beleuchten wird.

Die Volatilität nahm heute deutlich ab, was unserer Strategie erst einmal den Status „Abwarten“ gab. Werden Horizontalmarken erreicht, während die Volatilität ausreichend hoch ist und der Kurs stochastisch an einem Hoch oder an einem Tief kratzt, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen chancenreichen Trade.

Darauf galt es heute zu warten. Um 15:36 Uhr waren die Bedingungen dann zumindest bei RWE erfüllt. Den dazugehörigen Short-Turbo kauften wir bei einem Kurs des Basiswertes von 26,93 Euro. Die Risikogrenze wurde mit knapp 27,00 Euro festgelegt, das Ziel bei rund 26,76 Euro. Daraus resultiert ein Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) von etwa 2,4.

Wie der oben stehende Chart zeigt, passte der Einstieg nach einer zähen Aufwärtsbewegung recht gut. Die folgende Abwärtsbewegung war ungleich heftiger und erreichte das anvisierte Ziel sehr zügig. So sollte es auch sein, wenn man das Zusammenspiel von Volatilität, Stochastik und Horizontalmarken richtig deutet und umsetzt.

Die Glattstellung gelang nicht ganz wie gewünscht, da der Kurs auf der Zielmarke derart stark nach oben korrigierte, dass ein Teil des Gewinns wieder verloren ging, während wir auf die korrekte Preisstellung für unseren Short-Turbo warteten. Das ist schade, kann aber passieren. Weiter abwarten wollten wir nicht, da wir die Position angesichts der fortgeschrittenen Zeit unbedingt aus dem Markt holen wollten. Dies geschah um 16:23 Uhr. Dass auch diese Entscheidung gut war, zeigt der weitere Kursverlauf.

Eine Verkaufs-Limit-Order wäre in diesem Fall zur Glattstellung die bessere Wahl gewesen. Wir nutzen diese aber nur sehr ungerne. Sie sichert zwar die Gewinne bei einer Situation wie heute, sie nimmt aber auch Gewinner aus dem Markt, deren Ergebnis ohne die Limitierung noch deutlich besser hätte sein können. Es ist eine Mischkalkulation. Wir haben uns bewusst für Market-Orders entschieden.

Tatsache bleibt, dass es heute nach unserem Strategieansatz nur diesen einen Trade gab und dass dieser schon fast chirurgisch anmutet. Uns geht es hierbei nicht um das „tollste Trefferbild des Tages“. Wichtig ist das Vermeiden von Risiken und das Erzielen eines angemessen CRV. Intraday ist das oft nur mit chirurgischen Treffern möglich.