30.04.2020 | DAX® 30 (10.600)

Heute haben wir gleich zwei Positionen aus dem Markt genommen. Die ältere von beiden platzierten wir am 27. April bei einem Punktestand im DAX® von 10.582 Punkten.

Für den Einstieg entschieden wir uns, nachdem der DAX® in einem Bereich zwischen etwa 10.250 Punkten und 10.600 Punkten pendelte. Auf unserem Einstiegsniveau hätte eine Umkehr mit weiter fallenden Kursen eintreten können. Die implizite Volatilität war zum Zeitpunkt des Einstieges akzeptabel. Insbesondere vor dem Hintergrund eines möglichen Kursrücksetzers war die Positionierung sinnvoll. Fallende Kurse hätten für eine steigende Volatilität gesorgt und die Position trotz der Delta-Abweichung zügig in den Gewinn geführt.

Der immer wieder erwähnenswerte Vorteil eines Straddles ist, dass man sich bezüglich der Marktmeinung zum Glück nicht festlegen muss. Entgegen unseres Wunsch-Szenarios bewegte sich Kurs aufwärts. Das in dem Artikel zur Delta-Abweichung beschriebene stärkere Delta des Call-Optionsscheines sorgt zwar rechnerisch von Beginn an für eine Überkompensation, die implizite Volatilität geht aber gewöhnlich zurück. Wie bei dieser Position geschehen, kann der Verlust durch die fallende Volatilität den Gewinn durch das Delta überkompensieren. Die Position lief also zunächst geringfügig in den Verlust.

Auch wenn das Wunsch-Szenario nicht eingetreten ist, gibt es weiterhin zwei mögliche Szenarien, die die Position in den Gewinn führen können: Ein Kursrücksetzer mit steigender Volatilität oder eine weiterer Kursanstieg, der die Optionsscheinprämien über das Delta nach oben treibt. Eins von beidem wird schon irgendwann passieren…

„Irgendwann“ ging dann sehr schnell. Bereits am Tag nach der Eröffnung der Position zeigte der DAX® eine Aufwärtstendenz. Geschuldet war dies einigen guten Meldungen. Die Aussicht auf einen Wirkstoff gegen Covid-19 schob den Kurs am 29. April weiter Richtung Norden.

Der erste Blick auf den Chart zeigt, dass der Kurs noch Potential nach oben haben sollte, da die Kurslücke vom 9. März noch nicht geschlossen ist. Trotzdem erwarteten wir im Bereich knapp oberhalb der 11.200 Punkte vorerst eine Reaktion. Würde der Kurs dort verharren oder sogar nach unten korrigieren, würden wir einen großen Teil des bisher erzielten Gewinnes wieder abgeben. Deshalb entschieden wir uns heute für die Glattstellung.

Das Gewinn-Verlust-Verhältnis (GVV) ist mit 0,41 sehr gering. Auf Tagesschlussbasis verlor die Summe der beiden Optionsscheinprämien am tiefsten Punkt 0,75 Euro. Die Glattstellung erfolgte bei einem Gewinn von 0,31 Euro. Der Gewinn der Position beträgt 1,54 %. 

Wir bauen weitere Positionen auf.

Nachdem wir bereits gestern, am 27.04.2020, eine Position im DAX® aufgebaut haben, legten wir heute noch eine weitere Position nach. Wie sieht unser Plan aus?

In den vergangenen Tagen tat sich der DAX® im Bereich zwischen 10.500 und 10.600 Punkten nach oben sehr schwer. Hieraus können zwei mögliche Szenarien entstehen: Entweder es entsteht nach einem Durchbruch durch diese Marke eine weitere Aufwärtsbewegung oder es folgt die nächste Schwächephase. 

Am Montag sorgte die Lockerung der Maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise für gute Stimmung. Zahlen meldeten im DAX® die Deutsche Bank, Bayer und Continental. Alle drei Titel schlossen am Montag auf dem Tageshoch.

Immer dann, wenn die Stimmung besser wird und die Sorgen weniger, verringert sich die implizite Volatilität. Trotz steigender Kurse rutschte unser Straddle, den wir bei knapp 10.600 Punkten platziert haben, etwas ins Minus. Das starke Delta des Call-Optionsscheines reichte nicht aus, um die Wirkung der weiter sinkenden impliziten Volatilität aufzufangen. Aktuell steht die Position bezogen auf das Depot mit knapp 0,6 % im Verlust.

Heute wurde eine nächste wichtige Marke erreicht: 10.800 Punkte. Auch hier korrigierte der Kurs in der Vergangenheit mehrfach.

Die Abbildung zu diesem Beitrag zeigt Ihnen zwei Charts des VDAX-NEW®. Im linken Bereich des linken Charts sehen Sie die normale Schwankungsbreite des VDAX-NEW® vor dem Crash. Er notiert dort im Durchschnitt bei etwa 15 Punkten. Während des Crashs stieg er auf rund 93 Punkte. Von diesem Hoch haben wir bereits fast zwei Drittel wieder abgebaut. Nach unten ist zwar noch Luft aber das Erreichen des Ausgangsniveaus würde bedeuten, dass die Marktteilnehmer sich so sicher fühlen, wie vor Beginn der Krise. Von diesem Gefühl der absoluten Sicherheit sind wir aber noch sehr weit entfernt. Deshalb wird die Volatilität wohl noch einige Zeit auf einem erhöhten Niveau verharren.

Im rechten Chart sehen Sie einen Ausschnitt der letzten Tage. Am 27. April platzierten wir unseren ersten Straddle. Die weiterhin fallende Volatilität sorgte, wie bereits erwähnt, für minimale Verluste. Gleichzeitig schafft sie aber auch sehr vielversprechende Chancen für weitere Einstiege. Eine dieser weiteren Chancen nutzten wir heute bei einem Stand des DAX® von 10.800 Punkten. Eine zukünftige Marke befindet sich bei etwa 11.000 Punkten.

Sollte der DAX® weiter nach oben drehen, wird sich die Volatilität vermutlich noch weiter verringern. Wahrscheinlich aber nicht in dem Maße, welches wir gestern beobachten konnten. Hinzu kommt, dass über allem noch immer der Schatten eines möglichen erneuten Rückschlages liegt. Das kann dazu führen, dass der Bogen sich bei weiter steigenden Kursen immer mehr spannt. Wird dies begleitet von einer zunehmenden Sorge vor einem Kursrückgang, wird die Volatilität wieder anziehen. Spätestens dann werden die Optionsscheinprämien wieder steigen. Ein tatsächlicher Rücksetzer kann die Straddles dann  deutlich in den Gewinn führen.

Wenn der Rückschlag ausbleibt und der DAX® wider erwarten seine alten Höchststände anläuft, wird das Delta für eine Überkompensation auf der Call-Seite führen. Wie auch immer: Wir sind positioniert und haben alle Zeit der Welt. Die Laufzeit der Optionsscheine haben wir bewusst lange gewählt, um die Positionen auch über mehrere Wochen halten zu können, ohne dass uns das Theta Schmerzen bereitet. Warten wir ab was passiert…

Was ist eigentlich eine Delta-Abweichung?

Die momentan ruhige Phase möchten wir nutzen, um mal wieder einen Artikel zu schreiben, der der Erweiterung des Wissens über den Handel mit Optionsscheinen, insbesondere eines Straddles, dient. Wenn Ihnen der eine oder andere verwendete Begriff noch nicht geläufig ist, laden Sie sich unsere kostenlose Broschüre herunter. Dort finden Sie alle erforderlichen Erläuterungen.

Warum schreiben wir von einer „ruhigen Phase“? Es sollte doch eigentlich genug Volatilität im Markt sein, um das volle Potential eines Straddles ausnutzen zu können. Ja, Volatilität ist vorhanden. Und es ist richtig, dass ein Straddle von der Volatilität lebt. Wenn wir hier über Volatilität schreiben, dann meinen wir immer die implizite Volatilität, die über das Vega Einfluss auf die Optionsscheinprämie hat. Eine steigende Volatilität sorgt für steigende Optionsscheinprämien.

Bei den Optionsscheinen, deren Basiswert zum Beispiel die Aktie eines DAX®-Unternehmens ist, finden wir aktuell eine sehr hohe Volatilität vor. Das bedeutet, dass das Potential für einen weiteren Anstieg der Volatilität nur noch sehr begrenzt ist, während das Risiko einer fallenden Volatilität bei sich beruhigenden Märkten sehr hoch ist. Eine fallende Volatilität reduziert die Optionsscheinprämien, sowohl die des Call-Optionsscheines, wie auch die des Put-Optionsscheines. Ein Absinken der Volatilität geht oft Hand in Hand mit geringeren Kursausschlägen, die über das Delta ebenfalls zu einer geringeren Veränderung der Optionsscheinprämien führen. So kann es passieren, dass der negative Einfluss der sinkenden Volatilität stärker ist, als der positive Einfluss des Delta.

Das ist kein gutes Umfeld für die Positionierung eines Straddles auf eine Aktie. Deshalb können wir momentan „die Füße still halten“ und von einer ruhigen Phase sprechen.

Etwas anders sieht die Situation für den DAX®-Index aus. Die Volatilität ist seit dem Hoch Mitte März schon wieder deutlich zurück gekommen. Einen Straddle auf den DAX® können wir mittlerweile wieder handeln.  Auch hier muss selbstverständlich trotzdem die Volatilität beachtet werden.

Seitdem die Volatilität im Gesamtmarkt angestiegen ist, muss allerdings noch ein weiterer Sachverhalt, unbedingt berücksichtigt werden: Die Delta-Abweichung. Im Normalfall liegt das Delta eines Optionsscheines am Geld bei 0,5 (Call) bzw. -0,5 (Put). Durch den Einfluss der Volatilität gilt dieser Normalfall momentan nicht. Derzeit beträgt das Delta eines Call-Optionsscheines auf den DAX® am Geld zum Beispiel 0,55 und das Delta des Put-Optionsscheines -0,45.

Welche Auswirkung hat die Delta-Abweichung auf einen Straddle?

Die zu diesem Artikel gehörige Grafik zeigt das Ertragsprofil eines Straddles. Auf der linken Seite sehen Sie das Ertragsprofil unter normalen Marktbedingungen. Beide Optionsscheine werden am Geld gekauft. Das Delta weist den gleichen Betrag auf. Eine Kursbewegung im Basiswert führt dazu, dass es unter Einwirkung des Gamma auf das Delta zu einer gleichförmigen Überkompensation der Optionsscheinprämien kommt. Steigt der Kurs des Basiswertes sorgen Gamma und Delta dafür, dass die Optionsscheinprämie des Call-Optionsscheines zunehmend stärker steigt, während die Optionsscheinprämie des Put-Optionsscheines zunehmend geringer fällt. Fällt der Kurs des Basiswertes gilt gleicher Sachverhalt spiegelbildlich. Der zu Beginn am Geld gleiche Betrag des Delta sorgt für einen symmetrischen Verlauf des Ertragsprofiles.

Bedingt durch die Delta-Abweichung verhält sich das Ertragsprofil momentan nicht symmetrisch. Dies wird in der Grafik auf der rechten Seite dargestellt. Das Delta des Call-Optionsscheines ist 0,55, das Delta des Put-Optionsscheines ist -0,45. Die Delta-Abweichung führt zu zwei Effekten:

  • Steigt der Kurs des Basiswertes, führt dies zu einer schnelleren Überkompensation durch den Call-Optionsschein. Sein Delta ist bereits bei Eröffnung der Position stärker, als das Delta des Put-Optionsscheines.
  • Fällt der Kurs des Basiswertes verliert der Call-Optionsschein durch sein stärkeres Delta mehr, als der der Put-Optionsschein durch sein schwächeres Delta gewinnen kann. Der Straddle verliert zunächst an Wert, bis das Delta des Put-Optionsscheines das Delta des Call-Optionsscheines übersteigt und zu einer Überkompensation durch den Put-Optionsschein führt. 

Was sind die Konsequenzen für den Handel?

Dramatisch einschränken wird uns diese Situation nicht. Wir müssen nur noch etwas genauer hingucken als in normalen Marktphasen. Bei steigenden Kursen bietet das stärkere Delta des Call-Optionsscheines sogar einen Vorteil. Bei fallenden Kursen muss der Basiswert etwas stärker korrigieren als dies im Normalfall erforderlich wäre.

Das Delta ist ohnehin nur einer der treibenden Faktoren. Wie immer spielt auch die implizite Volatilität eine große Rolle. Fällt der Basiswert, nimmt die Volatilität gewöhnlich zu. Eine zunehmende Volatilität kann den Effekt durch die Delta-Abweichung kompensieren und zumindest dafür sorgen, dass der Straddle nicht signifikant in den Verlust läuft. Bestenfalls überwiegt der positive Einfluss des Vega den negativen Einfluss durch das starke Delta des Call-Optionsscheines und führt den Straddle zügig in den Gewinn.

Eine Positionierung ist derzeit vor allem an wichtigen Chart-Marken sinnvoll, wenn der Kurs ausreichend Bewegungsfreiheit in beide Richtungen hat und wenn die implizite Volatilität einen ausreichend niedrigen Wert aufweist. Ein solches Szenario bestmöglich abzupassen bedeutet etwas längere Wartezeiten. Insgesamt wird die derzeitige Situation die Performance-Erwartung etwas reduzieren, das Risiko erhöht sich aber nicht maßgeblich.

Gibt es alternative Verfahrensweisen?

Nein. Wer sich die Optionsscheine genauer anschaut, stellt fest, dass die Delta-Abweichung umso geringer ist, je kürzer die Restlaufzeit des Optionsscheines ist. Bei einer Restlaufzeit von zwei Wochen gibt es diese Abweichung nicht. Diese Kurzläufer bringen aber zu viel Risiko mit sich, um sie sicher kalkulieren zu können. Außerdem reduziert das Theta den Zeitwert dieser Optionsscheine übermäßig stark.

Dieses Risiko werden wir nicht eingehen. Wir bleiben exakt bei unserer Herangehensweise und nehmen zugunsten der Sicherheit eine etwas niedrigere Performance in Kauf.

17.04.2020 | DAX® 30

Die Glattstellung am heutigen Tag erfolgte nach einer Woche ohne nennenswerte Richtungsimpulse. In einem schwach volatilen Seitwärtsmarkt reduzieren Theta und Vega die Optionsscheinprämie kontinuierlich. Das gilt es zu vermeiden.

Unser Einstieg erfolgte vor Ostern bei etwa 10.500 Punkten. Gekauft wurde, wie für einen Straddle üblich, eine identische Stückzahl an Call-Optionsscheinen und Put-Optionsscheinen mit einem Ausübungspreis von 10.500 Euro. Zum Zeitpunkt des Einstieges gab es die Aussicht auf eine baldige Kursveränderung, da einige Variablen zu Unsicherheit an den Märkten führte. Insbesondere standen das Hilfspaket zur Stärkung der US-Wirtschaft, welches zunächst ohne Effekt verpuffte, wie auch die Einigung über die Begrenzung der Ölfördermenge im Fokus.

Tatsächlich führte die Position bereits am ersten Tag zu einem offenen Gewinn von knapp einem Prozent, bezogen auf das wikifolio-Musterdepot. Dies war allerdings weniger einer Kursbewegung, als vielmehr einer steigenden impliziten Volatilität geschuldet. Diese entstand, wie angenommen, durch die unsichere Marktsituation. Für das Steigen von Angebot und Nachfrage für Optionen spielte vor diesem Hintergrund wahrscheinlich auch das lange Oster-Wochenende eine Rolle.

Wir konnten entspannt ins Wochenende gehen. Das Theta der nächsten vier Tage würde den, durch den Volatilitätsanstieg verursachten, bereits erzielten Gewinn nicht aufzehren. Sollte sich über das Wochenende die Marktlage in die eine oder andere Richtung deutlich verändern, wäre das der weiteren positiven Wertentwicklung des Straddles zuträglich.

Am Dienstag bewegte sich der Markt zwar, es wurden aber für mehrere Stunden keine Kurse gestellt, da auf Xetra und an der Eurex aufgrund eines Systemausfalls kein Handel stattfand. Der bis dahin, erreichte Gewinn der Position reichte aus, um das Theta der vergangenen Tage und eine leicht rückläufige implizite Volatilität zu kompensieren. 

Am Mittwoch korrigierte der Kurs des Basiswertes nach unten, um am Folgetag wieder zu steigen. Die oben stehende Abbildung zeigt, dass seit dem Einstieg der Kurs des Basiswertes um den Ausübungspreis pendelt. Adäquate Gewinne werden bei einem solchen Kursverhalten nicht erzielt, im Gegenteil: Eine sinkende Volatilität und der Zeitwertverlust über das Theta kosten Geld. Die Marktlage hat sich im Verlauf der Handelswoche beruhigt, sodass auch keine überdurchschnittliche Kursbewegung zu erwarten war.

Die logische Entscheidung liegt auf der Hand: Wir stellen die Position glatt. Dies gelingt uns mit einem zu vernachlässigenden Gewinn von 0,73 % bezogen auf das Investment unseres Straddles, der sich mit knapp 0,1 % Wertzuwachs auf unser wikifolio-Musterdepot auswirkt.

Zurück im Markt

Seit dem 24. Februar war unser wikifolio zu 100 % im Cash. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Aktiendepots, ist es uns hierdurch gelungen Verluste zu vermeiden und Kapital zu erhalten. Heute haben wir uns nach sechseinhalb Wochen für den erneuten Markteinstieg mit einem Straddle auf den DAX® entschlossen. Warum gerade jetzt?

Eines vorweg: In diesem Beitrag dokumentieren wir noch nicht den aktuell offenen Trade. Diese Dokumentation folgt umgehend nach dem Schließen der Position, wie gewohnt mit den dazugehörigen Charts und der abschließenden Auswertung. Dieser Beitrag erläutert, warum wir uns gerade jetzt für eine Positionierung entschlossen haben und auf welche Faktoren wir uns für den Markteinstieg konzentriert haben.

Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Kursverlauf des VDAX-NEW®. Dieser Index wird von Börsianern auch gerne als „Stimmungs – oder Angstbaromerter“ bezeichnet. Der VDAX-NEW® zeigt an, wie stark die erwartete Schwankungsbreite des DAX® innerhalb der nächsten 30 Tage angenommen wird. Ein hoher Kurs des VDAX-NEW® lässt auf eine hohe erwartete Volatilität schließen, ein niedriger Kurs auf eine niedrige erwartete Volatilität.

Haben Sie schon einen Blick in unsere kostenlose Broschüre geworfen? Wenn nicht, sollten Sie das jetzt nachholen. Warum die erwartete Volatilität (implizite Volatilität) für den Handel mit Optionsscheinen eine elementare Bedeutung hat, ist dort detailliert beschrieben.

Die Kurzfassung zu diesem Thema gibt es in diesem Artikel. Im Chart des VDAX-NEW® können Sie erkennen, dass der Kurs vor dem Crash bei etwa 15 Punkten notierte. Während des massiven Kurseinbruchs des DAX® explodierte der Kurs des VDAX-NEW® und erreichte etwa 93 Punkte. Die implizite Volatilität der Optionsscheine stieg rasant an. Eine steigende implizite Volatilität sorgt für höhere Optionsscheinprämien. Unsere bis dahin offenen Positionen wurden hierdurch im Gewinn geschlossen.

Es liegt, wie in unserer Broschüre beschrieben, in der Natur der impliziten Volatilität, dass diese in fallenden, unsicheren Märkten zunimmt und in steigenden Märkten abnimmt. Der Vorteil eines Straddles ist, dass die Richtung, die der Markt nach der Positionierung des Straddles einnimmt, egal ist. Eine ausreichende Bewegung in die eine oder andere Richtung führt in den Gewinn. Eine Gewinn-Bremse kann aber die Veränderung der impliziten Volatilität darstellen. Erfolgt die Positionierung bei einer hohen impliziten Volatilität, muss für die Optionsscheine eine hohe Prämie gezahlt werden. Beruhigt sich der Markt anschließend, sinkt die implizite Volatilität. Das wiederum führt zu einer Verbilligung der Optionsscheine. In dieser Konstellation kann es passieren, dass zwar durchaus eine Kursbewegung stattfindet, zeitgleich aber beide Optionsscheine an Wert verlieren.

Diese Situation wollen wir vermeiden. Deshalb warten wir ab, bis der Markt sich beruhigt und die implizite Volatilität sich verringert. Der Blick auf den Chart des VDAX-NEW® zeigt, dass auch jetzt die implizite Volatilität noch deutlich höher ist als vor dem Crash. Dieses Niveau wird sie auch so schnell nicht mehr erreichen, da momentan zu viele Unwägbarkeiten für die weitere Marktentwicklung bestehen. Der Rückfall auf 15 Punkte im VDAX-NEW® ist also kurzfristig sehr unwahrscheinlich. Folglich ist es unwahrscheinlich, dass die, für die Optionsscheinprämie so wichtige, implizite Volatilität deutlich zurückgeht. Für einen Straddle ist das eine gute Basis. Mehr noch: Kommt es zu einem erneuten Abverkauf, wird die implizite Volatilität erneut stark ansteigen. Das treibt die Optionsscheinprämien zusätzlich in die Höhe und sorgt somit für zusätzliches Gewinnpotential.

Solange die Position geöffnet ist, können Sie diese in Echtzeit in unserem wikifolio bei wikifolio.com beobachten. Nutzen Sie einfach den Button auf der rechten Seite. Er führt Sie direkt zu unserem wikifolio. Sollten Sie noch nicht bei wikifolio.com registriert sein, benötigen Sie hierfür lediglich eine E-Mail-Adresse. Weitere Daten werden für die Registrierung bei wikifolio.com nicht benötigt.