wikifolio publiziert!

Unser wikifolio wurde heute publiziert.

Um hieraus ein Zertifikat emittieren zu können, sind mindestens 10 unverbindliche Vormerkung und ein ebenfalls unverbindlich vorgemerktes Kapital in Höhe von mindestens 2.500 Euro erforderlich.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung für der Erreichung dieser wichtigen Kriterien.

DANKE!!!

Entscheidungsfindung

Wie kommen wir zu unseren Handelsentscheidungen?

Oft weisen einzelne Titel intraday nahezu gleiche oder zumindest sehr ähnliche Kursverläufe auf. Sind deshalb alle Titel mit ähnlichen Verläufen gleichermaßen für einen Einstieg geeignet? Nein.

Ich möchte dies anhand der heutigen Charts von Continental und RWE verdeutlichen. Vorausgeschickt werden muss, dass wir aufgrund der übergeordneten Marktsituation keine Long-Positionen eingehen möchten und uns ausschließlich short orientieren. Das geschieht nicht, um Gewinne zu maximieren, sondern um Risiken bestmöglich zu eliminieren!

Betrachtet man den heutigen Tag (23.08.2019) isoliert, könnte man zu der Ansicht gelangen, dass beide Titel aufgrund des Anlaufens ihrer Widerstandsmarken eine gute Möglichkeit zum Aufbau einer kurzfristigen Short-Position bieten.

In der Nachbetrachtung ist das auch richtig. Continental bietet uns sogar eine weitere und deshalb profitablere Entfernung zum möglichen Ziel. Trotzdem entscheiden wir uns für die schwächere Position in RWE.

Entscheidend ist der Blick auf die vorherigen Handelstage. Wir nutzen den 10-Minuten-Chart, um zu prüfen wo ein Einstieg sinnvoll erscheint. Immer dann, wenn der Kurs Hochs oder Tiefs ausbildet an denen er korrigiert, setzen wir eine horizontale Marke (rote Linien), die als Unterstützung oder Widerstand fungieren kann.

Der Continental-Chart zeigt uns, dass in den vergangenen Tagen zahlreiche Horizontalmarken gebildet wurden. Die haben jedoch nie als Widerstand gehalten. In drei Fällen wären die Positionen nach dem Einstieg an der Horizontalmarke in den Verlust gelaufen und hätten sich auch nicht mehr erholt. Nur in einem Fall hätte der Kurs bis zum Ende des Handelstages noch ausreichend korrigiert, um die Position im Gewinn schließen zu können.

Mit dieser Erkenntnis ausgestattet stellt sich nun die Frage: Durchbruch oder Korrektur? Mit einer historischen Wahrscheinlichkeit von 3:1 gegen sich könnten Sie auf die Korrektur setzen. In diesem Fall hätten Sie sogar Glück gehabt. Um Glück geht es beim Handeln aber nicht.

Der RWE-Chart bildet nur zwei obere Horizontalmarken in den vergangenen Handelstagen aus. Hier fanden drei erfolgreiche Korrekturen statt. Nur einmal wurde ein Widerstand gebrochen, die anschließende Korrektur hätte die Position aber dennoch intraday in den Gewinn gebracht.

Im Gegensatz zur aktuellen Horizontalmarke bei Continental – diese wurde erst einmal getestet – wurde die Horizontalmarke bei RWE bereits mehrfach, sowohl als Widerstand, wie auch als Unterstützung getestet. Die Wahrscheinlichkeit für eine zügige Korrektur ist hier wesentlich höher. Deshalb fiel die Entscheidung trotz eines kleineren Ertragszieles auf RWE.

Selbstverständlich kann man sich nie wirklich sicher sein, wie der Markt in den nächsten Minuten und Stunden reagiert. Um so mehr kommt es darauf an sich Vorteile zu verschaffen. Diese Vorteile führen zu besseren Einstiegen, weniger Drawdown und kürzeren Haltezeiten…in Summe zu mehr Sicherheit und weniger Volatilität im Depot.

Es bedarf also nicht dutzender, sich vermutlich gegenseitig widersprechender Indikatoren oder erprobter Handelsstrategien nach „Meister XY“. Auch automatische Handelssysteme oder Algotrader werden nicht benötigt. Diese dienen ohnehin nur der Auslagerung der Verantwortung für einen schlechten Trade. Schließlich hat ja der Roboter den Trade geöffnet und nicht der Trader.

Unser Werkzeug ist unsere Erfahrung, ein klarer Blick auf den Chart, das Wissen darum, was die Titel bewegt, die Geduld und nicht zuletzt die Fähigkeit unterscheiden zu können, wann es sinnvoll ist „Vollgas zu geben“ und wann man einfach mal die Füße stillhalten sollte. Unser Trading ist solides Handwerk.

Unser Handelstag | 23.08.2019

Klare Chance bei RWE
Tagesergebnis: +0,25 %

In den letzten Tagen bewegte sich der DAX volatil aber ohne klar erkennbares Ziel. Bisher gültige Marken wurden von einzelnen Titeln geradezu überrollt, sowohl nach oben als auch nach unten. In einem solchen Umfeld steigt der Anteil der „Glücks-Komponente“ bei erfolgreichen Trades. Da man Glück nicht berechnen oder einschätzen kann, halten wir uns lieber an konsistente Regeln und warten auf hochwertige Chancen.

Bei RWE bot sich heute eine solche Chance. Im Tageschart pendelt der Titel zwischen 25 Euro und 26 Euro. Ein Durchbruch gelang bisher nicht. Es bildeten sich intraday einige gute Horizontalmarken.

Gestern nach Handelsende stufte MainFirst, ein auf Asset Management spezialisierter Finanzdienstleister, den Titel aufgrund einer eigenen Studie auf Outperform und hob das Kursziel von 22,30 Euro auf 30 Euro an. Nach dem gestrigen Verlusttag bescherte dies der RWE-Aktie nach Eröffnung einen Aufwärtsschwung, der erneut in die seit Tagen bestehende Widerstandszone führte.

Gute Nachrichten befeuern den Kurs oft erst einmal nur kurzfristig. Gerade in einer etablierten Widerstandszone liegen regelmäßig noch einige Verkaufs-Limits, die den Kurs schnell wieder zusammensacken lassen.

Auch einige andere Titel erreichten heute Horizontalwiderstände. Die differenzierte Betrachtung ergibt aber, dass bei Titeln, die bereits am Vortag ohne besondere Nachrichtenlage stetig gestiegen sind, die Wahrscheinlichkeit einer Gegenreaktion bei Erreichen einer Marke deutlich geringer ist und dass die Bewegung meistens kleiner ausfällt. Hochwertiger sind die Chancen in einem Titel, der am Vortag im Minus schließt und anschließend von einer Nachricht nach oben getrieben wird. Deshalb die Entscheidung für RWE.

Das Ziel und auch die Positionsgröße wurden äußerst konservativ gewählt. Die Gegenbewegung nahm plötzlich so schnell Fahrt auf, dass es nicht mehr rechtzeitig möglich war, die gesetzte Limit-Order aus dem Markt zu nehmen. Schade, denn das nächste Kursziel bei 25,40 Euro wurde ebenfalls zügig erreicht. Dort hätten wir unseren Gewinn noch einmal nahezu verdoppelt. Aber egal, wir wollen nicht über „Luxusprobleme“ jammern.

Die Position war 15 Minuten im Markt, der gewählte Mini-Future-Kontrakt brachte in dieser Zeit immerhin 2,70 %.

Unser Handelstag | 20.08.2019

Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling…
Tagesergebnis: +0,50 %

 …und zwei grüne Tage im DAX sind noch kein Trendwechsel. Heute pendelt der Index vorerst um die Nullinie. Klare Signale sind Mangelware. Unsere Einstellung ist nach wie vor short, da dies der übergeordnete Trend ist.

Da unser Investmenthorizont sehr kurzfristig ist, wäre es fahrlässig sich „einfach mal so“ zu positionieren. Auch in tendenziellen Abwärtsmärkten wird man manchmal von kurzen Ausreißern nach oben überrascht. Positioniert man sich zu früh, kann dies teuer werden. Wir folgen unserem Mantra: Klare Einstiege abwarten, sinnvolle Ziele definieren, rechtzeitige Glattstellungen planen.

Mit Blick auf die 30 Charts der DAX-Titel gab es heute bis jetzt einige Titel, die unsere Richtung bedient hätten. Aber nur zwei Titel lieferten ein klares Signal bei einem akzeptablen Ziel: Continental und Covestro.
Leider kam es bei beiden Titeln zeitgleich zum Einstiegs-Setup, sodass wir uns für einen Titel entscheiden mussten. Das war Covestro. Nachdem die Position im Markt war, hatte Continental bereits zu weit korrigiert.

Knapp unterhalb des Einstiegs lag bereits die nächste Unterstützung. Bis dorthin sollte die Auswirkung der Position auf das Gesamtdepot etwa 0,6 % betragen. Die nächste Unterstützung lag etwa in einer Distanz von 1,5 %.
Da der Einstieg auf einer klaren Marke erfolgte, war das Risiko sehr überschaubar und der Kurs drückte umgehend nach unten. An der ersten Unterstützung schwächte sich die Bewegung ab und der Kurs konsolidierte. Wir nutzten dieses Warnsignal in einem heute unsicheren Markt zum Ausstieg. Die Haltedauer der Position betrug neun Minuten. Schnelles Geld ist oft gutes Geld.

Unser heutiges Dilemma

Das Dilemma des heutigen Tages bringt stellvertretend für das Gesamtbild der M10-Chart von Volkswagen zum Ausdruck.

Nach dem Aufwärts-Gap gilt es eine Korrektur abzuwarten. Diese zeichnet sich mit der dritten Kerze nach der Eröffnung ab. Fraglich ist, wie weit die Korrektur laufen könnte. Läuft sie lediglich bis zum Tief der Eröffnungskerze oder schließt sie vielleicht das Gap? Letzteres ist ungewiss. Gewiss ist aber, dass ein Einstieg nach der dritten Kerze mit einem Ziel bei etwa 141 Euro nicht lohnt.

Tatsächlich dreht der Kurs bereits bei knapp unter 141 Euro. Wird die Bestätigung hierfür abgewartet, ist das Ziel nach oben, erneut bis 142 Euro, zu klein. Abgesehen davon bewegen wir uns nicht in einem grundsätzlich positiven Marktumfeld, was Long-Positionen momentan ohnehin mit etwas mehr Risiko behaftet.

Bei 142 Euro stellt sich erneut die Frage: Rücksetzer oder Durchbruch? Wenn Rücksetzer, dann mit welchem Ziel? Bei 141 Euro liegt die nächste Intraday-Unterstützung. Für den Durchbruch besteht das gleiche Problem. Wohin soll der Kurs laufen, der Titel hat bereits rund 1,7 Prozent Tagesgewinn hinter sich.

So oder so ähnlich sehen heute die meisten Charts der DAX-Titel aus. Die Bewegungen mögen hier und da etwas ausgeprägter sein, die Unsicherheit haftet aber allen Titeln gleichermaßen an. 

Was ist das Beste, das man unternehmen kann, wenn keine klare Linie erkennbar ist? Richtig: Nichts!

Unentschlossener Markt | 19.08.2019

Nachdem am Freitag der Dow Jones wieder Boden gut machen konnte und auch die asiatischen Märkte diese Bewegung fortsetzten, konnte auch der DAX heute mit einem positiven Vorzeichen starten.

So, wie der Chart des DAX, sehen auch die meisten Kursverläufe der in ihm enthaltenen Titel aus. Für uns ergibt sich hier aktuell keine geeignete Möglichkeit zum Einstieg.
Nachdem die Aufwärtsbewegung bereits kurz nach Eröffnung ihr Ende fand, korrigierte der Kurs, um ein wenig tiefer den nächsten Anlauf zu wagen. Ohne Erfolg. Die spannende Frage ist, ob sich bei 1.650 eine Unterstützung etabliert oder nicht.

Findet der Kurs dort eine Unterstützung, ist er nach oben erst einmal auf das Tageshoch limitiert. Zu knapp für den Aufbau einer Position. Der Long-Einstieg wäre ohnehin gewagt, da wir uns übergeordnet in einem Abwärtstrend auf Tagesbasis bewegen.

Findet der Kurs dort keine Unterstützung, ist die nächste mögliche Reaktionsmarke bei etwa 1.627. Ein viel zu enges Ziel, mit dem Risiko, dass der Kurs dort wieder Fahrt nach oben aufnimmt. Für einen Short-Einstieg also auch ungeeignet.

Wir werden heute abwarten und den Markt „initialisieren“ lassen. Die Marken, die heute gesetzt werden, liefern Erkenntnisse für die folgenden Tage.